VERIKO® - Das geriatrisch-pharmazeutische Risikomanagement-System

Ein nicht unbeträchtlicher Anteil aller Neuerkrankungen bei pflegebedürftigen Senioren basiert auf arzneimittelassoziierten Erkrankungen. Ihre Folgen sind sogenannte Unerwünschte Arzneimittelereignisse (UAE). So kann z.B. eine arzneimittelassoziierte Instabilität über Monate hinweg immer wieder und mehrfach Sturzereignisse auslösen. Oder eine arzneimittelassoziierte Inkontinenz führt ebenfalls zu Stürzen oder sogar noch zu weiteren Erkrankungen.

Das VERIKO® Risikomanagement-System ist ein von uns entwickelter Software-Assistent für Pflegeeinrichtungen, Ärzte und Apotheken, welcher Senioren identifiziert, die geriatriespezifische Risiken hinsichtlich ihrer Medikation haben.

Als Grundlage der Risikobewertung nutzt VERIKO® die individuelle Medikation und die Symptombeobachtung der beteiligten Berufsgruppen und Angehörigen.

Mit der in VERIKO® speziell auf die geriatrische Multimorbidität ausgerichteten Arzneistoff-Datenbank (über 2000 Wirkstoffe bzw. -kombinationen) können aus den Medikationen verlässliche Risikoaussagen generiert werden.

Die Patienten werden anhand von Risikogruppen und individuellen Risikoaussagen in Patienten mit erhöhten Risiken, mit hohen Risiken oder mit sehr hohen Risiken eingeordnet (Ampelsystem).

Da der Software-Assistent eine hohe klinische Treffgenauigkeit besitzt, kann der Benutzer (Arzt, Apotheker, Pflege) mit einem erheblich geringeren Zeitaufwand ein individuelles, interdisziplinäres Risikomanagement starten und durchführen. In diesem werden standardisierte geriatrisch-pharmazeutische Assessments umgesetzt, Arzneimittelalternativen bzw. begleitende Maßnahmen empfohlen und in den begleitenden Berufsgruppen und beteiligten Personen kommuniziert. Parallel dazu wird für jeden Hochrisiko-Patienten mit VERIKO® eine Langzeitbeobachtung, die sich auch an den Pflegegraden orientiert, durchgeführt. Darin werden seine individuelle Multimorbidität, seine unerwünschten Arzneimittelereignisse (wie Stürze etc.) und die dazu notwendigen pflegerischen Maßnahmen dokumentiert. So können sich interdisziplinär alle Berufsgruppen mit einem Blick eine fundierte Übersicht über den Patienten verschaffen. Mit diesen drei Säulen (Risikoprofil, Risikomanagement und Langzeit-Beobachtungsbogen) haben Sie die Risiken und UAE Ihres Patienten sicher im Griff.

Zur graphischen Darstellung der Funktionsweise des VERIKO® Risikomanagement-Systems klicken Sie bitte hier!

VERIKO® Ambulant

Das Produkt wurde entwickelt für ambulante Pflegedienste, Patienten und deren Angehörige. Alle Beteiligten können mit VERIKO® Ambulant den berufsgruppenübergreifenden Medikationsplan erstellen, ändern und einsehen. Zusätzlich zum Medikationsplan können die allgemeinen Patientendaten (Geschlecht, Alter, Größe, Gewicht etc.), die Erkrankungen und die Symptome erfasst und eine to do-Liste erstellt werden. Als besonderes Highlight haben wir in das Produkt eine Medikationssimulation eingebaut, welche eine Analyse der Risiken ermöglicht bevor der Arzt diese verordnet.

VERIKO® Heimversorgung

Senioren-Pflegeheime haben eine enge, langjährige Beziehung zu ihren versorgenden Apotheken, aus der sich besondere Pflichten, aber auch besondere Chancen ergeben. In dieser Arzneimittel-Versorgungssituation erhält der Bewohner in der Regel alle Medikamente aus EINER Apotheke. An dieser Stelle setzt der VERIKO® Assistent an und erstellt eine virtuelle Medikation pro Heimbewohner aus den Rezeptdaten der beliefernden Apotheke. Eine händische Erfassung eines Medikationsplanes entfällt. Als besondere Arbeitshilfe ist im Produkt ein Heimbericht, gegliedert nach Stationen, integriert, mit dem die Pflegedienst- und Stationsleitung gemeinsam mit dem Apotheker eine Risikobewertung über das ganze Heim, jede Station und jeden Bewohner erhält.

VERIKO® Qualitätssicherung

Das Risiko eine Schädigung durch Arzneimittel (UAE) zu erleiden ist nicht nur mit der Pharmakotherapie und der Verordnung eines Medikamentes verbunden. Eine Vielzahl der UAE-Risiken entstehen im Versorgungsprozess selbst oder durch den unsachgemäßen Umgang mit Arzneimitteln. In VERIKO® Qualitätssicherung ist dieser Umgang daher in vier Bereiche gegliedert: Arzneimittel-Lagerung, Arzneimittel-Dispensierung, Arzneimittel-Gabe und die Dokumentation rund um die Arzneimittel. 

Sehr hohe Risiken entstehen z.B. auch durch eine unzureichende Therapiebeobachtung und die entsprechende Fehldosierung, durch das Nicht-Wissen des behandelnden Arztes über Medikamente von anderen Ärzten, oder Medikamente, die sie selbst gekauft haben, oder die falsche Gabe oder Anwendung der Arzneimittel. Erst durch einen risikooptimierten Medikationsplan (VERIKO® Ambulant und VERIKO® Heimversorgung) und den richtigen Umgang mit den Arzneimitteln (zusammen: 'Arzneimittelversorgungs- oder auch Medikationsprozess') kann für den Patienten eine optimale Versorgung gewährleistet werden. Dies gilt für die stationäre und die ambulante Versorgung. VERIKO® Qualitätssicherung gibt im pharmazeutischen Audit standardisierte Messschritte mit einer evaluierten Messanleitung1 vor, welche zu einer personenunabhängigen Qualitätsmessung führen. Dadurch können auch Versorgungsprozesse zwischen Wohnbereichen, Heimen, Regionen und Versorgungsformen verglichen werden.

1: Abschlussbericht AKNR Studie

VERIKO® Laxanzien Check

Im Umgang mit Laxanzien ist es wichtiger, die Einnahme eines falschen Wirkstoffes zu verhindern, als den richtigen zu geben. Der VERIKO® Laxanzien-Check schafft beides. Durch die Beantwortung von ca. 20 Fragen erstellt der VERIKO® Laxanzien-Check eine Ausschlussliste der Wirkstoffe, die nicht gegeben werden sollten. Aus den verbleibenden möglichen Wirkstoffen wird ein Ranking erzeugt mit den Wirkstoffen, die für den jeweiligen Patienten am ehesten empfohlen werden können. Obwohl die VERIKO® Laxanzien-Check App frei verfügbar ist, weisen wir darauf hin, dass sie ausschließlich für die Berufsgruppen Ärzte / Apotheker / med. Fachangestellte und Pfleger vorgesehen ist und nicht von medizinischen Laien verwendet werden darf.

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VERIKO® - so funktioniert's: